Gameästhetik im Kunstunterricht
Anfang August ist das Themenheft „Gameästhetik“ der Fachzeitschrift Kunst+Unterricht erschienen, einschließlich meines KONTEXT-Artikels Video-Spiele – Zur Pluralität der Game-Ästhetiken. Das Heft ist ein spannender Beitrag zur Diskussion um Computer- und Videospiele im Kunstunterricht — einer Diskussion, die noch immer mit vielen Vorbehalten und Missverständnissen verbunden ist.
In meinem Artikel versuche ich mich, in Anlehnung an Klaus Mitranskys Arbeit zu Gottfried Semper, beispielhaft an den Grundlagen einer Stilgeschichte des Video-Spiels. Im Vergleich zu meiner ursprünglichen Planung, musste der Text leider stark eingekürzt werden. Ich hoffe also, das Thema an anderer Stelle einmal ausführlicher behandeln zu können. Trotzdem bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden. Das Heft ist zudem reich an Unterrichtsbeispielen und Empfehlungen... auch das ein Thema zu dem ich gerne mehr machen würde.
An dieser Stelle auch noch einmal der Hinweis auf die Arbeit von Philipp Eggersglüß, die mir sehr schön dabei geholfen hat, die Nähe von Pixel-Art und Stickbildern zu belegen. Seine Gehackten Gobelins hat er auf der Website philart.info dokumentiert. Dankenswerterweise hat er der Nutzung eines Bildes im Heft ohne Zögern zugestimmt.
Dank gilt dem Team aus Lars Zumbansen, Laura Maria Lewald-Romahn und Ute Zander-Hering, die meinen Artikel interessiert aufgenommen und die redaktionelle Betreuung übernommen haben. Auch danken möchte ich Till Weinhold von der Universität für angewandte Kunst Wien, mit dem ich auf der FROG 2024 angeregt über Computerspiele im Kunstunterricht diskutiert habe und der daraufhin den Kontakt zu Lars Zumbansen und dem Team vom Friedrich Verlag hergestellt hat.
Hoffentlich kommt damit in die Diskussion um Computer- und Videospiele im Kunstunterricht wieder mehr Bewegung. Das Heft Kunst+Unterricht ist im gut sortierten Zeitschriftenhandel erhältlich oder kann direkt beim Friedrich Verlag bestellt werden.
Björn Blankenheim: Video-Spiele – Zur Pluralität der Game-Ästhetiken. In: Kunst+Unterricht, Themenheft „Gameästhetik“, Hg. von Lars Zumbansen und Laura Maria Lewald-Romahn, Ausgabe Nr. 502/503, Juli 2026. S. 65–68.