Spiel | Museum 2025
Vom 12. bis 14. November 2025 fand in Köln bereits zum zweiten Mal die Tagung Spiel | Museum statt, die Forschende und Praktiker/innen, um sich über die Rolle digitaler Medien und spielerischer Formate in der Museumspraxis auszutauschen. Dabei ging es schließlich auch um die Geschichte und Herausforderungen der frühen Spieleausstellungen in Deutschland. Am ersten Veranstaltungstag hatte die Partnerinstitution Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud in den Stiftersaal geladen. Später gab es auch Führungen durch die anregende Sammlung. Die beiden nachfolgenden Tage traf man sich im Auditorium des Cologne Game Lab (CGL) der TH Köln, aber auch zu Workshops in den Seminarräumen nebenan.
Am Freitag, den 14. November habe ich dann meinen Vortrag Zwischen Medienpädagogik und Kulturarbeit – Über die Ursprünge des Musealisierens von Computerspielen in der Jugend- und Sozialarbeit gehalten.
Wie und vor allem warum kamen Computerspiele in Deutschland ins Museum? Der Vortrag verortet die frühen Ausstellungen – das Berliner Computerspielemuseum (1997) und Die Welt der Spiele am ZKM – in einem bislang unterschätzten Kontext: Jugend- und Sozialarbeit sowie Medienpädagogik der 1980er/90er. Beleuchtet werden der Förderverein für Jugend- und Sozialarbeit e. V. (USK-Gründung), Klaus Spielers Kulturarbeitsverständnis und Friedemann Schindlers Projekte (u. a. Search & Play, BpB 1995) als Wegbereiter. So zeigt sich eine „Game Studies avant la lettre“, die Ost/West-Unterschiede, öffentliche Akteure und Wissenschaft zusammenführt und das gesellschaftliche Bild vom Spiel prägt.
Es war einmal mehr eine spannendes Veranstaltung, die sehr unterschiedliche Teilnehmer/innen zusammenbringt, die unter anderen Umständen niemals begegnet wären. Es bleibt zu hoffen, dass uns ein solches oder ähnliches Format erhalten bleibt.